Notruf: 112 | 05108 - 70 49 (Feuerwehrhaus nicht ständig besetzt)

Datum: 21. Januar 2020 
Alarmzeit: 1:28 Uhr 
Alarmierungsart: Stiller – Alarm 
Art: b2 
Einsatzort: Nordstraße 
Mannschaftsstärke: 64 
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen (ELW 1), Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12), Rüstwagen (RW), Mehrzweckfahrzeug (MZF), Gerätewagen – Umwelt (GW-U) 
Weitere Kräfte: Drehleiter Feuerwehr Ronnenberg, Gerätewagen Atemschutz, Ortsfeuerwehr Ditterke, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Bewohner eines Mehrfamilienhauses wurden in der Nacht durch das Piepen eines Rauchwarnmelders geweckt. Ein Mann aus dem ersten Obergeschoss ging dem Alarmgeräusch im Haus auf den Grund und vernahm aus dem Dachgeschoss Brandrauch. Aufgrund der über den Notruf 112 gemeldeten Wahrnehmungen alarmierte die Regionsleitstelle Feuerwehr und Rettungsdienst mit dem Stichwort „Dachstuhlbrand“.

Als kurz danach die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, hatten einige Bewohner des ersten Obergeschosses das Haus bereits verlassen. Rauch drang aus dem Dachbereich nach außen. Während mit Atemschutzgeräten geschützte Trupps durch den bereits mit Rauch gefüllten Treppenraum zur Dachgeschosswohnung im zweiten Obergeschoss vordrangen, weckten Feuerwehrleute und Polizisten noch schlafende Hausbewohner. Insgesamt acht Personen konnten ihre Wohnungen unverletzt verlassen. Hinter der Wohnungstür im Dachgeschoss stellten die vorgehenden Atemschutztrupps im dichten Brandrauch Flammen fest und drangen in die Räume ein. Während einige Feuerwehrleute das Feuer mit Wasser bekämpften, durchsuchten andere alle Räume. Personen hielten sich darin nicht auf. Bereits 23 Minuten nach dem Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer in der Dachgeschosswohnung unter Kontrolle und wenig später vollständig gelöscht. Während der Brandrauch mit Hilfe eines speziellen Druckbelüftungsgerätes aus dem Haus geblasen wurde, kontrollierten Einsatzkräfte, auch von der vor dem Haus aufgestellten Drehleiter, das Dachgeschoss mit Wärmebildkameras auf mögliche Glutnester. Im Brandschutt fanden Feuerwehrleute eine tote Schlange.

Aufgrund der erheblichen Beschädigungen in der Brandwohnung und eingedrungenem Löschwasser in Elektroinstallationen musste das gesamte Mehrfamilienhaus stromlos geschaltet werden. Das Haus ist deshalb derzeit nicht mehr bewohnbar. Alle Bewohner konnten kurzfristig bei Verwandten und Freunden vorübergehend Unterkunft bekommen. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Die Schadenhöhe beträgt nach ersten Einschätzungen mindestens 50.000 Euro.

„Rauchmelder retten Leben“