Mehr als 100 Mitarbeitende des Senioren- und Pflegezentrums Haus Gehrden, Einsatzkräfte der Feuerwehr und einer Schnell- Einsatz-Gruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes haben bei einem realistisch dargestellten „Zimmerbrand“ die notwendigen Maßnahmen und insbesondere das gute Zusammenwirken bei einem Brandereignis in dem besonderen Objekt geübt. Der Übung unter realitätsnahen Bedingungen gingen in den Wochen zuvor gezielte Schulungen voraus, in denen allen Beteiligten die besonderen baulichen und technischen Einrichtungen, Gefahren durch Rauch und Hitze, einsatztaktischen Grundsätze und Planungen, zugewiesenen Aufgaben sowie die wirkungsvolle Zusammenarbeit vermittelt wurden.
An einem frühen Sonntagmorgen waren einige Bewohnende bereit, ihre gewohnten Wohn- und Aufenthaltsbereiche zu verlassen und sich in anderen Gebäudeteilen versorgen zu lassen. In den dann freien Räumen im zweiten und dritten Obergeschoss übernahmen 13 „Darsteller“ ihren Platz, als in einem Bewohnerzimmer ein „Brand“ ausbrach. Der von speziellen Nebelmaschinen dargestellte „Rauch“ aktivierte Rauchmelder und löste somit den automatisierten Alarm der Brandmeldeanlage aus. Die von der Regionsleitstelle „alarmierten“ Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst waren noch auf der Anfahrt, als Mitarbeitende zudem telefonisch auf einen „bestätigten Brand“ hinwiesen. Sofort ließ der Einsatzleiter die Alarmstufe erhöhen und damit weitere Einsatzkräfte aktivieren. Als erste Feuerwehrleute die Lage des Brandortes im Objekt erkundeten, trafen sie auf Pflegekräfte, die bereits einige „Bewohnende“ aus dem Gefahrenbereich in andere Rauchabschnitte gebracht hatten. Sofort unterstützten die mit Atemschutzgeräten und Schutzkleidung ausgerüsteten Einsatzkräfte die begonnenen Rettungsarbeiten und drangen über einen separaten Treppenaufgang auch mit Löschgeräten in das Haus vor. Zudem ging eine Drehleiter auf der Gebäuderückseite in Stellung, um die Brandbekämpfung von außen zu unterstützen. Währenddessen hatten weitere Löschzüge und Rettungsdienstfahrzeuge den Bereitstellungsraum gegenüber des Hallen- und Freibades erreicht und erhielten nun gezielte Aufträge für ihren Einsatz. Feuerwehrleute transportierten die „Verletzten“ und „Betroffenen“ in sichere Bereiche des Hauses, wo sie von Rettungskräften medizinisch erstversorgt wurden. Hier stellten Mitarbeitende des Hauses wichtige Informationen zu allen „Betroffenen“ zur Verfügung, bevor nach Dringlichkeit notwendige Transporte mit Rettungswagen organisiert wurden. Die Einsatzleitung hatte sich zwischenzeitlich in einem großen Einsatzleitwagen der Region Hannover etabliert und in Lagebesprechungen die jeweils aktuelle Situation mit allen Beteiligten erfasst sowie notwendige Maßnahmen festgelegt und veranlasst. Neben Absprachen mit der Haustechnik zu erforderlichen Energieabschaltungen zählten hierzu auch logistische Erfordernisse und Hygienemaßnahmen für mit „Brandrauch kontaminierte“ Einsatzkräfte. Aufmerksam verfolgten der Bürgermeister, Mitarbeitende der Region Hannover, der Regions-Brandschutzabschnittsleiter sowie die Stadtbrandmeister das „Einsatz-„/Übungsgeschehen. Nach etwa zwei Stunden endete die Übung mit einer gemeinsamen Besprechung, bei der die kritischen Übungsbeobachter einen guten Erfolg feststellten. Einige wenige Kritikpunkte können nun genutzt werden, um das komplexe Einsatzkonzept, die technischen Ausstattungen sowie die Ausbildung noch zu optimieren.
Mehr als 100 Beteiligte mit etwa 20 Einsatzfahrzeugen haben an der Übung „Zimmerbrand im Seniorenheim“ teilgenommen und gezeigt, dass bei einem dynamischen Notfall eine gute Vorbereitung und Zusammenarbeit die bestmögliche Sicherheit der Bewohnenden gewährleisten wird.











