Notruf: 112 | 05108 - 70 49 (Feuerwehrhaus nicht ständig besetzt)

Datum: 8. Juli 2021 um 2:53
Alarmierungsart: Stiller – Alarm
Einsatzart: b1
Einsatzort: Dammstraße
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen (ELW 1), Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12), Rüstwagen (RW), Mehrzweckfahrzeug (MZF), Gerätewagen – Umwelt (GW-U)
Weitere Kräfte: Energieversorger, Polizei, Rettungsdienst


Einsatzbericht:

Mitten in der Nacht hatte ein lauter Knall Anwohner in der Gehrdener Innenstadt aus dem Schlaf gerissen. Nach den Schilderungen eines kurz danach eingehenden Notrufes drang Rauch aus der geborstenen Fassade einer Bankfiliale. Als kurz danach der Löschzug der Schwerpunktfeuerwehr vor Ort eintraf, lagen Scherben und Trümmerteile vor dem Wohn- und Geschäftshaus. Im Erdgeschoss waren Türen und Fenster aus der Fassade gerissen und im Inneren erhebliche Verwüstungen sowie weißlicher Rauch/Nebel sichtbar. Sofort weckten Einsatzkräfte Bewohner in den beiden Obergeschossen über der Bankfiliale und führten insgesamt fünf Personen ins Freie. Die vier Erwachsenen und ein Kleinkind waren unverletzt und wurden zunächst in einem Feuerwehrfahrzeug betreut. Zeitgleich drang ein mit Atemschutzgeräten ausgerüsteter Trupp in das Geldinstituts ein und kontrollierte alle Räume mit Hilfe einer Wärmebildkamera sowie eines Gasmessgerätes. Ein Brand oder eine akute Explosionsgefahr waren nicht feststellbar. Der weißlicher Rauch/Nebel war offensichtlich nach einer Explosion aus einem Geldautomaten aufgestiegen und hatte sich mit Gips-Staub einer kollabierten Leichtbauwand in den Geschäftsräumen der Bank ausgebreitet. Feuerwehrleute leuchteten den Einsatzort mit Hilfe leistungsstarker Scheinwerfer taghell aus. Zudem stellte der Notdienst des hinzugerufenen Energieversorgungsunternehmens die Strom- und Gaszufuhr für die betroffenen Bereiche ab. Nachdem die Polizei notwendige Spuren gesichert hatte, entfernten Feuerwehrleute lose Gebäudeteile. Die tragenden Gebäudestrukturen sowie die Wohnräume in den beiden oberen Geschossen blieben unversehrt. Die Bewohner konnten nach dem etwa zweistündigen Einsatz von Feuerwehr und Polizei wieder in ihre Wohnungen zurück.